Seepegel
Seelexikon

Seelexikon · Gewässerporträt

Genfersee

Der grösste Alpensee: Rhône-Speicher, Grenzgewässer und Wärmereservoir mit eigenem Rhythmus.

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Der See in Kürze

Landschaft
Schweiz und Frankreich
Wichtige Zuflüsse
Rhône, Dranse und weitere
Abfluss
Rhône in Genf
Regulierung
Barrage du Seujet
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Der See im Raum

Der Genfersee liegt zwischen Alpen, Jura und der Schwelle von Genf. Sein sichelförmiges Hauptbecken wird von der Schweiz und Frankreich geteilt und besitzt ein enormes Volumen. Dadurch verändern sich Seepegel und mittlere Temperatur viel langsamer als die Zuflüsse. Lokale Windlagen können die Oberfläche dennoch bewegen und an gegenüberliegenden Ufern vorübergehend unterschiedliche Wasserstände erzeugen.

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Der Weg des Wassers

Die Rhône bringt Wasser und Sedimente aus dem Wallis in das östliche Seeende. Kleinere Zuflüsse wie Dranse, Venoge und Aubonne ergänzen die Bilanz; in Genf beginnt die Rhône erneut. Weil der Hauptzufluss weit vom Ausfluss entfernt eintritt, werden Wasser und Wärme über das Becken verteilt. Eine Rhône-Spitze im Wallis erscheint am Seujet zeitlich gedämpft.

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Jahresgang und Steuerung

Der Seujet-Staudamm reguliert den See nach einer internationalen Vereinbarung. Vor der Regulierung waren saisonale Schwankungen von mehr als zwei Metern möglich; heute bewegt sich der normale Betrieb in einem viel engeren Rahmen. Ein besonders nasses oder trockenes Jahr bleibt trotzdem erkennbar. Regulierung ordnet den Ausfluss, erzeugt aber kein Wasser und hebt die Speichergrenzen nicht auf.

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Messwerte richtig lesen

Je nach Quelle erscheint der See als Genfersee oder Léman. Entscheidend ist nicht der Name, sondern Station, Höhenbezug und Messzeit. Eine Rhône-Abflussmessung in Porte du Scex beschreibt den Zufluss; der Pegel in Genf oder Lausanne beschreibt die Seeoberfläche. Der Medianvergleich hilft, den aktuellen Pegel für die Jahreszeit einzuordnen, ist aber keine Hochwasserprognose.

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Temperatur und Tiefe

Der See speichert sehr viel Wärme und entwickelt im Sommer eine ausgeprägte Schichtung. Oberflächenwasser kann warm sein, während die Tiefe kalt bleibt. Bise, Westwind und Rhône-Zufluss verändern lokale Werte. Eine Badetemperatur gilt deshalb für Ort, Tiefe und Zeitpunkt; die langfristige Erwärmung des ganzen Sees wird mit umfangreicheren Messprogrammen beurteilt.

Geprüfte Fachquellen

Die Quellen belegen die hydrologische Einordnung. Aktuelle Messwerte und ihr Zeitstempel stehen auf der Live-Seite.

Weiter im SeelexikonSarnerseeEin kleiner Alpensee, dessen enger Ausfluss Hochwasser und die Geschichte des Sarneraatals prägt.