Seepegel
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Seelexikon · Gewässerporträt

Murtensee

Der kleinste der drei Jurarandseen verbindet das Broyegebiet mit dem Neuenburgersee. Sein Pegel erzählt deshalb auch von Wasser jenseits des eigenen Einzugsgebiets.

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Der See in Kürze

Fläche (ca.)
23 km²
Maximale Tiefe (ca.)
45 m
Höhenlage (Referenz)
429 m
Ufergemeinden (Auswahl)
Murten · Mont-Vully
Landschaft
Freiburger und Waadtländer Mittelland am Mont Vully
Wichtige Zuflüsse
Broye, Chandon
Abfluss
Broyekanal zum Neuenburgersee; Umkehr möglich
Regulierung
Gemeinsam mit den Jurarandseen über Port

Die Höhenlage ist ein gerundeter geografischer Referenzwert, kein aktueller Pegel. Flächen und Tiefen können je nach Abgrenzung und Vermessung variieren.

Redaktion: Patrick Mächler · Mächler Media
Geografische Kennzahlen geprüft:

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Der See im Raum

Der Murtensee liegt zwischen den Kantonen Freiburg und Waadt, am Fuss des Mont Vully. Anders als bei einem direkt von Hochalpen umgebenen See reicht sein Einzugsgebiet vor allem in die Hügellandschaften des Mittellands. Landwirtschaftlich genutzte Flächen und Siedlungen prägen die Zuflüsse. Diese Herkunft des Wassers ist wichtig, wenn Niederschlagsereignisse, Nährstoffeinträge oder Unterschiede zu den grossen Alpenseen eingeordnet werden.

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Der Weg des Wassers

Die Broye ist der wichtigste Zufluss. Arbogne und Petite Glâne münden im Raum Salavaux in die Broye und erreichen den See somit über diesen Fluss; der Chandon ist ein weiterer Seezufluss. Bei Sugiez führt der Broyekanal zum Neuenburgersee. Für eine Wasserbilanz dürfen Nebenflüsse und die Broye unterhalb ihrer Einmündung nicht einfach addiert werden, sonst wird derselbe Wasseranteil doppelt gezählt.

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Jahresgang und Steuerung

Der Murtensee reagiert nicht nur auf Regen im Broyegebiet. Über den Broyekanal ist er hydraulisch an den Neuenburgersee und damit an die gemeinsame Regulierung bei Port gekoppelt. Steigt der Nachbarsee stark, kann der Abfluss behindert oder die Fliessrichtung im Kanal umgekehrt werden. Ein längerer Pegelanstieg muss deshalb nicht bedeuten, dass es direkt am Murtensee besonders viel geregnet hat.

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Messwerte richtig lesen

Beim Stationsvergleich sind Lage und Fliessrichtung entscheidend: Die Broye oberhalb des Sees beschreibt einen Zufluss, der Broyekanal bei Sugiez die Verbindung zum Nachbarsee. Ein kleiner Abfluss bei gleichzeitig steigendem Pegel kann mit Rückstau zusammenhängen. Aussagekräftig sind die zeitgleichen Verläufe beider Seen und der Zuflüsse. Die in Metern über Meer angegebene Seehöhe ist dabei weder Wassertiefe noch ein Abstand zur örtlichen Uferkante.

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Temperatur und Tiefe

Die Sommerwärme an der Oberfläche ist nur ein Teil des ökologischen Bildes. Bei stabiler Schichtung wird das Tiefenwasser schlechter mit Sauerstoff versorgt; zugleich verbraucht der Abbau abgestorbener Algen Sauerstoff. Der Kanton Freiburg erklärte 2020 deshalb die weitere Verringerung der Phosphoreinträge zum Handlungsbedarf. Das ist eine längerfristige Gewässerbeurteilung, keine aktuelle Badefreigabe oder Badeverbotsmeldung. Dafür sind die heutigen örtlichen Hinweise massgeblich.

Vor Ort

Für den Ausflug: Informationen der örtlichen Betreiber und Tourismusstellen. Fahrpläne, Zugang und Badebedingungen vor dem Besuch prüfen. Wassertemperatur allein ist keine Aussage zur Badewasserqualität.

Strandbad Murten/Morat

See- und Schwimmbad an der Lausannestrasse, vom Bahnhof zu Fuss erreichbar. Die BLS beschreibt Anreise und Ausstattung und verlinkt den Betreiber.

Informationen und Anreise

Gewässerzustand und hygienische Badewasserqualität sind unterschiedliche Untersuchungen. Beachte bei der Fachstelle Zuständigkeitsbereich, Datum und Badeplatz; ältere Proben bestätigen keine heutigen Badebedingungen.

Besucherinformationen und Links geprüft:

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Geprüfte Fachquellen

Die Quellen belegen die hydrologische Einordnung. Aktuelle Messwerte und ihr Zeitstempel stehen auf der Live-Seite.

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