Der See in Kürze
- Fläche (ca.)
- 536 km²
- Maximale Tiefe (ca.)
- 251 m
- Höhenlage (Referenz)
- 395 m
- Ufergemeinden (Auswahl)
- Romanshorn · Rorschach · Arbon
- Landschaft
- Schweiz, Deutschland, Österreich
- Wichtige Zuflüsse
- Alpenrhein, Bregenzerach, Argen
- Abfluss
- Seerhein bei Konstanz
- Regulierung
- Nicht reguliert
Die Höhenlage ist ein gerundeter geografischer Referenzwert, kein aktueller Pegel. Flächen und Tiefen können je nach Abgrenzung und Vermessung variieren. Fläche und Tiefe beziehen sich auf Ober- und Untersee zusammen.
Redaktion: Patrick Mächler · Mächler Media
Geografische Kennzahlen geprüft:
Der See im Raum
Der Bodensee besteht aus Obersee und Untersee und verbindet die Schweiz, Deutschland und Österreich. Sein grosses Volumen macht ihn träge gegenüber einzelnen Schauern, aber nicht unabhängig vom Wetter. Das Einzugsgebiet reicht weit in die Alpen; dadurch kann sich die Wasserlage am See deutlich verändern, obwohl die Uferregion selbst keine aussergewöhnlichen Niederschläge erlebt.
Der Weg des Wassers
Der Alpenrhein liefert den grössten Teil des Zuflusses. Weitere Flüsse wie Bregenzerach und Argen ergänzen die Bilanz; bei Konstanz wird das Wasser zum Seerhein und fliesst über den Untersee als Hochrhein weiter. Auf diesem langen Weg hält der See Wasser und Sedimente zurück. Eine Abflusswelle im Alpenrhein erscheint deshalb nicht eins zu eins am Ausfluss.
Jahresgang und Steuerung
Der natürliche Jahresgang steigt meist mit Schneeschmelze und Frühsommerniederschlägen und fällt Richtung Winter wieder ab. Anders als die meisten grossen Schweizer Seen besitzt der Bodensee kein Regulierwehr. Der Ausfluss hängt vor allem von Seestand und Geometrie des Seerheins ab. Das macht den saisonalen Vergleich besonders anschaulich: Abweichungen zeigen unmittelbar die Wasserbilanz eines sehr grossen Einzugsgebiets.
Messwerte richtig lesen
Pegel in Romanshorn, Konstanz oder am Untersee können wegen Windstau, unterschiedlicher Lage und Bezugsweise kurzfristig voneinander abweichen. Für Trends ist deshalb eine durchgehende Reihe derselben Station besser als ein Vergleich beliebiger Einzelwerte. Gefahrenstufen stammen von Behörden; eine farbliche Trendanzeige auf Seepegel ist keine amtliche Hochwasserwarnung.
Temperatur und Tiefe
Zwischen flachen Buchten, offenem Obersee und Untersee bestehen grosse Temperaturunterschiede. Sonne erwärmt die Oberfläche, Wind mischt und verschiebt sie, Flüsse bringen kühleres Wasser ein. Das enorme Volumen reagiert im Ganzen langsam. Badende sollten deshalb einen räumlich nahen Oberflächenwert wählen und zusätzlich lokale Hinweise zur Wasserqualität beachten.
Vor Ort
Für den Ausflug: Informationen der örtlichen Betreiber und Tourismusstellen. Fahrpläne, Zugang und Badebedingungen vor dem Besuch prüfen. Wassertemperatur allein ist keine Aussage zur Badewasserqualität.
Seebad Romanshorn
Anlage am Schweizer Bodenseeufer mit Seezugang und separaten Becken. Für den Besuch die Angaben zum See und zum Beckenbetrieb unterscheiden.
Informationen und AnreiseFür eine Schifffahrt am Schweizer Ufer sind Romanshorn und Rorschach passende Ausgangspunkte. Die SBS informiert über Verbindungen und Rundfahrten; bei ungewöhnlichem Wasserstand zusätzlich die Betriebsmeldungen prüfen.
Gewässerzustand und hygienische Badewasserqualität sind unterschiedliche Untersuchungen. Beachte bei der Fachstelle Zuständigkeitsbereich, Datum und Badeplatz; ältere Proben bestätigen keine heutigen Badebedingungen.
Besucherinformationen und Links geprüft:
Galerie
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Geprüfte Fachquellen
Die Quellen belegen die hydrologische Einordnung. Aktuelle Messwerte und ihr Zeitstempel stehen auf der Live-Seite.

