Seepegel
Seelexikon

Seelexikon · Gewässerporträt

Vierwaldstättersee

Ein verzweigtes Seesystem mit alpinen Zuflüssen und einem historischen Nadelwehr in Luzern.

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Der See in Kürze

Landschaft
Fünf Kantone der Zentralschweiz
Wichtige Zuflüsse
Reuss, Muota, Engelberger Aa, Sarner Aa
Abfluss
Reuss in Luzern
Regulierung
Reusswehr Luzern
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Der See im Raum

Der Vierwaldstättersee besteht aus mehreren Buchten und tiefen Becken, die durch Engstellen verbunden sind. Uri-, Gersauer- oder Luzernersee sind deshalb geografisch unterscheidbar, hydrologisch aber Teil desselben Systems. Wind und ein naher Zufluss können lokal kurzfristig wirken; für die übergeordnete Pegellage zählt die Bilanz aller Becken und des grossen alpinen Einzugsgebiets.

02

Der Weg des Wassers

Reuss, Muota, Engelberger Aa und Sarner Aa führen Wasser aus unterschiedlichen Gebirgsräumen zu. In Luzern verlässt die Reuss den See. Weil die Zuflüsse bei einer Wetterlage verschieden stark und zeitversetzt reagieren, erklärt kein einzelner Fluss den Pegel allein. Der See speichert die Summe und gibt sie über einen begrenzten Ausfluss weiter.

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Jahresgang und Steuerung

Das Reusswehr lässt innerhalb eines Toleranzbereichs bewusst natürliche Schwankungen zu. Bei tiefem Stand wird der Ausfluss gedrosselt, bei hohem vergrössert; zugleich müssen Schifffahrt, Uferökologie und Hochwasserschutz unterhalb des Sees berücksichtigt werden. Ein Wehr verhindert deshalb weder jeden hohen noch jeden tiefen Stand. Es beeinflusst die Kurve innerhalb physikalischer und reglementarischer Grenzen.

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Messwerte richtig lesen

Bei einem verzweigten See ist der Messort wichtig. Kurzfristige Windwirkungen können Wasser an ein Seeende drücken, während längerfristige Pegeländerungen das ganze System betreffen. Vergleiche deshalb bevorzugt dieselbe Station über die Zeit. Zufluss- und Abflusskurven ergänzen die Erklärung, verwenden mit m³/s aber eine andere Grösse als der Seepegel.

05

Temperatur und Tiefe

Die einzelnen Becken besitzen unterschiedliche Tiefen, Expositionen und Zuflüsse. Eine warme Bucht in Luzern kann gleichzeitig anders aussehen als offenes Wasser im Urnersee. Windereignisse mischen Oberflächenwasser und können kühles Tiefenwasser nach oben bringen. Temperaturwerte sind deshalb lokal zu lesen; ein Tiefenprofil erklärt mehr als eine einzelne Zahl.

Geprüfte Fachquellen

Die Quellen belegen die hydrologische Einordnung. Aktuelle Messwerte und ihr Zeitstempel stehen auf der Live-Seite.

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