Seepegel
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Seelexikon · Gewässerporträt

Brienzersee

Ein natürlicher Alpensee, in dem Aare und Lütschine zusammentreffen und die Regulierung vor allem im Winter wichtig ist.

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Der See in Kürze

Fläche (ca.)
29,7 km²
Maximale Tiefe (ca.)
259 m
Höhenlage (Referenz)
564 m
Ufergemeinden (Auswahl)
Brienz · Bönigen · Iseltwald
Landschaft
Berner Oberland, rund 564 m ü. M.
Wichtige Zuflüsse
Aare und Lütschine
Abfluss
Aare Richtung Thunersee
Regulierung
Schleusen und Kleinwasserkraftwerke unterhalb des Sees

Die Höhenlage ist ein gerundeter geografischer Referenzwert, kein aktueller Pegel. Flächen und Tiefen können je nach Abgrenzung und Vermessung variieren.

Redaktion: Patrick Mächler · Mächler Media
Geografische Kennzahlen geprüft:

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Der See im Raum

Der Brienzersee liegt im Berner Oberland auf rund 564 Metern über Meer. Er ist ein natürliches Seebecken, kein künstlich angelegter Stausee. Sein Einzugsgebiet reicht weit in die Hochalpen; die BAFU-Messstelle Ringgenberg weist dafür 1’137 Quadratkilometer aus. Wer seinen Wasserstand einordnet, betrachtet deshalb nicht nur das Wetter am Ufer, sondern ein ausgedehntes Gebirgsgebiet oberhalb des Sees.

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Der Weg des Wassers

Aare und Lütschine sind die wichtigsten Zuflüsse; die Aare verlässt den See wieder Richtung Thunersee. Ihre Vorgeschichte unterscheidet sich: Die obere Aare ist durch die Kraftwerke Oberhasli und die Speicher im Grimselgebiet stark geprägt, während die Lütschine weitgehend unbeeinflusst zufliesst. Rund 2,6 Kilometer unterhalb des Seeendes beeinflussen zwei kantonale Schleusen und zwei Kleinwasserkraftwerke den Abfluss.

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Jahresgang und Steuerung

Die Monatsmittel von 1991 bis 2025 zeigen einen ausgeprägten Jahresgang: Im Februar lag der Pegel im Mittel bei 563,30, im Juli bei 564,29 Metern über Meer. Im wasserarmen Winter verhindert die Regulierung ein zu starkes Absinken des Sees. Bei Hochwasser ist ihr Einfluss dagegen begrenzt, weil der natürliche Seeausfluss nur eine bestimmte Wassermenge abführen kann. Auch geöffnete Schleusen machen den See deshalb nicht beliebig steuerbar.

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Messwerte richtig lesen

Die Station Brienzersee–Ringgenberg 2023 misst die Höhe der Wasseroberfläche in Metern über Meer, nicht die Wassertiefe. Abflusskurven der Aare und Lütschine ergänzen dieses Bild, messen aber eine andere Grösse: Wasservolumen pro Sekunde. Für einen sinnvollen Vergleich gehören Messzeit und Einheit dazu. Die Differenz zwischen zwei Pegelwerten zeigt eine Höhenänderung, nicht direkt die zusätzlich gespeicherte Wassermenge.

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Temperatur und Tiefe

Der kantonale Gewässerbericht beschreibt einen kühlen, nährstoffarmen See mit geringer Planktonproduktion. Tiefenprofile zeigen mehr als ein einzelner Oberflächenwert: In warmen Wintern kann die Durchmischung schwächer ausfallen, während die sommerliche Schichtung länger anhält. Vollständige Durchmischung fand auch früher nicht jedes Jahr statt. Eine angenehme Temperatur am Ufer sagt deshalb wenig über die Temperatur und Sauerstoffversorgung des tiefen Wassers aus.

Vor Ort

Für den Ausflug: Informationen der örtlichen Betreiber und Tourismusstellen. Fahrpläne, Zugang und Badebedingungen vor dem Besuch prüfen. Wassertemperatur allein ist keine Aussage zur Badewasserqualität.

Strandbad Brienz

Naturstrandbad in Brienz. Auf der Betreiberseite findest du Angaben zur Anlage, zur Anfahrt und zum Restaurant; deren Betriebszeiten können sich unterscheiden.

Informationen und Anreise

In Brienz und Interlaken Ost liegen Bahn und Schiff nahe beieinander. Das erleichtert einen Ausflug ohne Auto. Für Zwischenhalte und Rückfahrt den Brienzersee-Fahrplan der BLS verwenden.

Gewässerzustand und hygienische Badewasserqualität sind unterschiedliche Untersuchungen. Beachte bei der Fachstelle Zuständigkeitsbereich, Datum und Badeplatz; ältere Proben bestätigen keine heutigen Badebedingungen.

Besucherinformationen und Links geprüft:

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Geprüfte Fachquellen

Die Quellen belegen die hydrologische Einordnung. Aktuelle Messwerte und ihr Zeitstempel stehen auf der Live-Seite.

Weiter im SeelexikonLac de JouxEin natürlicher Jurasee, dessen unterirdische Wasserwege und Wasserkraftnutzung den Pegel mitprägen.