Der See in Kürze
- Landschaft
- Juratal des Doubs, französisch-schweizerische Grenze
- Wichtige Zuflüsse
- Doubs, Rançonnière und Karstquellen
- Abfluss
- Doubs und unterirdische Karstabflüsse
- Regulierung
- Natürliche Auslaufschwelle und Karstverluste
Der See im Raum
Der Lac des Brenets liegt im Juratal des Doubs an der französisch-schweizerischen Grenze; auf französischer Seite heisst er auch Lac de Chaillexon. Bergstürze und eine natürliche Schwelle beim Saut du Doubs prägen das Seebecken. Die Schwelle liegt auf rund 751 Metern über Meer, doch der Wasserspiegel kann deutlich darunter fallen. Dieser See gehört zum Doubs und ist nicht der Lac Brenet neben dem Lac de Joux.
Der Weg des Wassers
Der Doubs durchfliesst den See; zusätzlich liefern die Rançonnière und Karstquellen wie Arvoux Wasser. Im unteren Seeabschnitt versickert ein Teil im geklüfteten Kalk und gelangt unterhalb des Saut du Doubs wieder zum Fluss. Der sichtbare Ausfluss erzählt daher nicht die ganze Wasserbilanz. Der weiter flussabwärts gelegene Lac de Moron wird vom Châtelot-Damm aufgestaut; er ist ein eigener Stausee und nicht mit dem natürlichen Lac des Brenets gleichzusetzen.
Jahresgang und Steuerung
Die Monatsmittel von 1991 bis 2025 liegen im Winter und frühen Frühling höher als im Sommer und frühen Herbst: Im März waren es 751,02, im August 748,84 Meter über Meer. Bei längeren Trockenphasen können die Wasserverluste im Karst das Absinken verstärken, bis der See teilweise trockenfällt. Diese Entwicklung ist keine gesteuerte Speicherentleerung am Châtelot, sondern gehört zur besonderen natürlichen Hydrologie des Lac des Brenets.
Messwerte richtig lesen
Die Station Lac des Brenets–Les Brenets 2057 misst den Seestand; die Abflussstation 2247 beschreibt dagegen den oberirdischen Abfluss. Laut der hydrogeologischen Untersuchung erfasst dieser Abflusswert die unterirdischen Verluste nicht vollständig. Besonders bei tiefem Wasserstand sind zudem Messzeit und Qualitätshinweise der Quelle wichtig. Eine wiederholte Zahl belegt nur dann einen stabilen Pegel, wenn auch die zugrunde liegende Messung gültig ist.
Temperatur und Tiefe
Der See gehört zur im Bundesinventar erfassten Doubslandschaft mit ihren Gewässer-, Fels- und Uferlebensräumen. Sein ökologischer Zustand lässt sich nicht an einer einzigen Pegelzahl ablesen. Die Wasserstandsreihe der Station 2057 ist auch keine Temperaturreihe: Aus einer trockenen oder wasserreichen Phase folgt keine bestimmte Badetemperatur. Wer einen Temperaturwert nutzt, sollte prüfen, ob er tatsächlich im See gemessen wurde oder aus einem Flussabschnitt beziehungsweise einem Modell stammt.
Geprüfte Fachquellen
Die Quellen belegen die hydrologische Einordnung. Aktuelle Messwerte und ihr Zeitstempel stehen auf der Live-Seite.

