Seepegel
Seelexikon

Seelexikon · Gewässerporträt

Luganersee

Drei verbundene Becken, eine Engstelle und ein geregelter Ausfluss: Am Luganersee lohnt sich der Blick auf den Messort.

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Der See in Kürze

Landschaft
Tessin und Lombardei
Wichtige Zuflüsse
Vedeggio und weitere Zuflüsse
Abfluss
Tresa zum Lago Maggiore
Regulierung
Wehr bei Ponte Tresa
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Der See im Raum

Der Luganersee, auch Ceresio genannt, liegt im Tessin und in der italienischen Lombardei. Er besteht aus dem Nordbecken mit der Bucht von Lugano und dem Arm nach Porlezza, dem Südbecken unterhalb des Seedamms von Melide sowie dem kleinen Ponte-Tresa-Becken. Die schmale Verbindung bei Lavena macht aus dieser Geografie eine hydrologische Besonderheit: Der See ist zusammenhängend, bei Hochwasser aber nicht überall auf genau derselben Höhe.

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Der Weg des Wassers

Der Vedeggio führt bei Agno Wasser ins Südbecken; der Abfluss erfolgt über die Tresa zum Lago Maggiore. Bei Ponte Tresa wird die abgegebene Wassermenge durch ein Wehr geregelt. Entscheidend ist jedoch auch, wie viel Wasser die Engstelle von Lavena passieren kann. Bei Hochwasser kann sich oberhalb davon Wasser aufstauen, sodass dort höhere Pegel als im Ponte-Tresa-Becken auftreten. Die grosse Wasserfläche darf deshalb nicht mit unbegrenztem Hochwasserrückhalt verwechselt werden: Das BAFU beurteilt die Rückhaltekapazität als begrenzt.

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Jahresgang und Steuerung

Kräftige Niederschlagsperioden im Frühling und Herbst sind für die Hochwasserentwicklung besonders wichtig. Die Regulierung folgt nicht einer ganzjährig festen Wunschhöhe: Aus Jahreszeit und Pegel bei Ponte Tresa ergibt sich die vorgesehene Abgabe. Wenn geeignete Hochwasserprognosen vorliegen, kann vorsorglich mehr Wasser abgeführt werden, um zusätzlichen Rückhalteraum zu schaffen. Dabei müssen die Seeufer ebenso wie die Gebiete entlang der Tresa berücksichtigt werden. Ein höherer Abfluss kann deshalb auch eine vorausschauende Betriebsentscheidung widerspiegeln und ist für sich allein keine Erklärung der Wetterlage.

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Messwerte richtig lesen

Vergleiche zuerst dieselbe Station über die Zeit, bevor du Messwerte aus verschiedenen Seebecken nebeneinanderlegst. Ein Pegel bei Melide und ein Pegel bei Ponte Tresa können während eines Hochwassers begründet voneinander abweichen; Messzeit und Höhenbezug müssen ebenfalls zusammenpassen. Die Tresa-Abflussmessung zeigt dagegen eine Wassermenge pro Sekunde, keine Seehöhe. Ein saisonaler Median ordnet die jeweilige Messreihe historisch ein. Er ist weder die Zielhöhe des Reglements noch eine amtliche Warnschwelle und kann die lokalen Unterschiede zwischen den Becken nicht ersetzen.

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Temperatur und Tiefe

Bei einem See mit mehreren Becken ist eine einzelne Temperaturanzeige besonders sorgfältig zu lesen. Sie beschreibt Wasser am angegebenen Messort und in der jeweiligen Messtiefe, nicht gleichzeitig die Bucht von Lugano, den Arm nach Porlezza und das Becken von Ponte Tresa. Wer zwei Werte vergleichen möchte, sollte deshalb auch Messverfahren und Zeitpunkt prüfen. Für einen Badeort ist eine nahe Messung hilfreicher als ein undifferenzierter Wert für den ganzen Ceresio. Ob das Wasser dort hygienisch zum Baden geeignet ist, beantworten die zuständigen Untersuchungen, nicht die Temperatur allein.

Geprüfte Fachquellen

Die Quellen belegen die hydrologische Einordnung. Aktuelle Messwerte und ihr Zeitstempel stehen auf der Live-Seite.

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