Seepegel
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Seelexikon · Gewässerporträt

Neuenburgersee

Ein grosser Wasserspeicher am Jurarand: tiefe Seemitte, empfindliche Schilfufer und Kanalverbindungen, in denen sich die Fliessrichtung ändern kann.

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Der See in Kürze

Fläche (ca.)
218 km²
Maximale Tiefe (ca.)
153 m
Höhenlage (Referenz)
429 m
Ufergemeinden (Auswahl)
Neuchâtel · Yverdon-les-Bains
Landschaft
Jurasüdfuss und Grande Cariçaie
Wichtige Zuflüsse
Areuse, Thielle bei Yverdon, Broyekanal
Abfluss
Zihlkanal zum Bielersee; Umkehr möglich
Regulierung
Über die Kanalverbindungen und das Wehr Port

Die Höhenlage ist ein gerundeter geografischer Referenzwert, kein aktueller Pegel. Flächen und Tiefen können je nach Abgrenzung und Vermessung variieren.

Redaktion: Patrick Mächler · Mächler Media
Geografische Kennzahlen geprüft:

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Der See im Raum

Der grösste vollständig in der Schweiz liegende See erstreckt sich längs des Juras. Seine tiefe Seemitte und die flachen südöstlichen Ufer bieten sehr unterschiedliche Lebensräume. Dort liegt die Grande Cariçaie, deren Feuchtgebiete durch die Absenkung während der Juragewässerkorrektion geprägt wurden. Schilfbestände sind nicht nur Lebensraum: Sie dämpfen Wellen und helfen, die erosionsgefährdeten Ufer zu schützen.

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Der Weg des Wassers

Wichtige Zuflüsse sind die Areuse, die Thielle bei Yverdon und der Broyekanal vom Murtensee. Der Zihlkanal führt normalerweise weiter zum Bielersee. Achtung bei den Namen: Die Thielle im Raum Yverdon ist nicht derselbe Abschnitt wie der ebenfalls Thielle genannte Ausflusskanal im Nordosten. Bei entsprechenden Wasserstandsunterschieden können die Verbindungen zwischen den Jurarandseen rückwärts durchströmt werden; sie sind keine Einbahnstrassen.

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Jahresgang und Steuerung

Der Neuenburgersee wird nicht unabhängig von seinen Nachbarn auf einen festen Pegel gehalten. Das Wehr Port am Bielersee beeinflusst über die Kanalverbindungen auch seinen Wasserstand. Die drei Seen stellen gemeinsam Rückhalteraum bereit, etwa wenn die Aare viel Wasser bringt. Jahreszeitliche Reguliervorgaben und die begrenzte Leistungsfähigkeit der Kanäle erklären, warum ein Pegelanstieg länger dauern und anders verlaufen kann als der Ausschlag eines örtlichen Zuflusses.

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Messwerte richtig lesen

Für den überregionalen Überblick sind Pegelkurven des Neuenburger-, Bieler- und Murtensees zusammen interessant. Für einen konkreten Uferort braucht es zusätzlich die örtlichen Bedingungen. Bise, Westwind und der vom Jura herabfallende Joran können die Wasseroberfläche stark bewegen. Eine langsame Pegeländerung ist deshalb keine Aussage über Wellen oder sichere Bedingungen auf dem See; ein Pegeldiagramm ersetzt keine Wind- und Unwetterwarnung.

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Temperatur und Tiefe

An den flachen Ufern erwärmt sich Wasser anders als über dem tiefen Becken. Im Sommer trennt die Schichtung wärmeres Oberflächenwasser vom kälteren Tiefenwasser; Wind und winterliche Abkühlung beeinflussen den Austausch. Die kantonale Gewässerüberwachung betrachtet deshalb auch Messungen in verschiedenen Tiefen. Für die Ökologie zählen neben der Temperatur insbesondere Sauerstoff und Nährstoffe. Ein warmer Uferwert beschreibt weder die Tiefe noch den Zustand der Schilf- und Flachwasserlebensräume vollständig.

Vor Ort

Für den Ausflug: Informationen der örtlichen Betreiber und Tourismusstellen. Fahrpläne, Zugang und Badebedingungen vor dem Besuch prüfen. Wassertemperatur allein ist keine Aussage zur Badewasserqualität.

Parc des Jeunes-Rives · Neuchâtel

Städtischer Uferpark mit Strand und Spielbereichen. Die Stadt informiert auch über die etappenweise Umgestaltung und die Zugänge während der Arbeiten.

Informationen und Anreise

Gewässerzustand und hygienische Badewasserqualität sind unterschiedliche Untersuchungen. Beachte bei der Fachstelle Zuständigkeitsbereich, Datum und Badeplatz; ältere Proben bestätigen keine heutigen Badebedingungen.

Besucherinformationen und Links geprüft:

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Geprüfte Fachquellen

Die Quellen belegen die hydrologische Einordnung. Aktuelle Messwerte und ihr Zeitstempel stehen auf der Live-Seite.

Weiter im SeelexikonMurtenseeDer kleinste der drei Jurarandseen verbindet das Broyegebiet mit dem Neuenburgersee. Sein Pegel erzählt deshalb auch von Wasser jenseits des eigenen Einzugsgebiets.