Der See in Kürze
- Landschaft
- Zürcher Oberland zwischen Pfäffikon, Seegräben und Wetzikon
- Wichtige Zuflüsse
- Chämtnerbach und kleinere Zuflüsse
- Abfluss
- Aa durch das Robenhauserriet zum Greifensee
- Regulierung
- Durch Wehranlagen reguliert
Der See im Raum
Zwischen Pfäffikon, Seegräben und Wetzikon liegt der See in einem eiszeitlich geformten Becken. Schilfufer, das Torfriet im Norden und das Robenhauserriet im Süden verbinden offene Wasserflächen mit ausgedehnten Moorlebensräumen. Das Bundesinventar beschreibt gerade dieses Mosaik als besonders wertvoll. Ufer, Freiwasser und Feuchtgebiet sind deshalb nicht austauschbare Lebensräume und reagieren unterschiedlich auf Veränderungen des Wasserhaushalts.
Der Weg des Wassers
Der Chämtnerbach erreicht den See von Südosten und hat dort ein Delta aufgebaut. Im Süden beginnt die Aa, die durch das Robenhauserriet und weiter in Richtung Uster zum Greifensee fliesst. Die Verbindung erklärt, weshalb Messstellen an der Aa für das übergeordnete Gewässersystem interessant sind. Sie messen jedoch einen Flussabschnitt und nicht automatisch den Wasserstand oder die Temperatur im Pfäffikersee.
Jahresgang und Steuerung
Der Pfäffikersee ist reguliert: Der Kanton Zürich nennt ihn zusammen mit dem Zürichsee als See, dessen Wasserstand durch Wehranlagen beeinflusst werden kann. Darin unterscheidet er sich ausdrücklich vom nachgelagerten Greifensee. Regulierung kann Schwankungen beeinflussen, aber kein Wasser herbeizaubern und starke Zuflüsse nicht unbegrenzt abführen. Der Jahresverlauf ist daher als Zusammenspiel von Wasserangebot, Ausfluss und Bewirtschaftung zu verstehen, nicht als unveränderlicher Sollwert.
Messwerte richtig lesen
Bei der Stationssuche ist Pfäffikon im Kanton Zürich gemeint, nicht Pfäffikon am Zürichsee im Kanton Schwyz. Auch innerhalb dieser Landschaft muss der Messort stimmen: Seepegel, Abfluss der Aa und Wasserstände im Moor beschreiben verschiedene Dinge. Die Seehöhe in Metern über Meer ist keine Wassertiefe. Für Aussagen zum Zustand der Moorflächen braucht es zusätzliche örtliche Beobachtungen; der Seepegel allein bildet deren Wasserhaushalt nicht vollständig ab.
Temperatur und Tiefe
Die AWEL-Beurteilung vom Januar 2026 bewertet Phosphorgehalt und Algenmenge günstig, beschreibt aber weiterhin sommerlichen Sauerstoffmangel in tieferen Schichten. Das zeigt, warum ein einzelner guter Kennwert nicht alle Lebensbedingungen erklärt. Die frühere technische Unterstützung der Wasserzirkulation wurde im Frühjahr 2011 eingestellt; das ist nicht mit der weiterhin vorhandenen Seeregulierung zu verwechseln. Eine Temperaturmessung am Ufer bleibt eine lokale Beobachtung und ersetzt kein Tiefenprofil.
Geprüfte Fachquellen
Die Quellen belegen die hydrologische Einordnung. Aktuelle Messwerte und ihr Zeitstempel stehen auf der Live-Seite.

