Der See in Kürze
- Fläche (ca.)
- 47,7 km²
- Maximale Tiefe (ca.)
- 217 m
- Höhenlage (Referenz)
- 558 m
- Ufergemeinden (Auswahl)
- Thun · Spiez
- Landschaft
- Berner Oberland
- Wichtige Zuflüsse
- Aare, Kander, Simme
- Abfluss
- Aare in Thun
- Regulierung
- Mühle- und Scherzligschleuse
Die Höhenlage ist ein gerundeter geografischer Referenzwert, kein aktueller Pegel. Flächen und Tiefen können je nach Abgrenzung und Vermessung variieren.
Redaktion: Patrick Mächler · Mächler Media
Geografische Kennzahlen geprüft:
Der See im Raum
Der Thunersee liegt am Ausgang des Berner Oberlands. Über die Aare erhält er Wasser aus dem Brienzersee; Kander und Simme erschliessen zusätzlich grosse Hochgebirgs- und Voralpengebiete. Seit die Kander 1714 in den See umgeleitet wurde, ist sein Einzugsgebiet im Verhältnis zur Seefläche besonders gross. Das macht den See hydrologisch reaktionsfreudiger, als seine ruhige Oberfläche vermuten lässt.
Der Weg des Wassers
Die wichtigsten Wasserwege treffen aus unterschiedlichen Tälern ein und reagieren nicht immer gleichzeitig. Eine Niederschlagszone im Kandertal kann eine andere Kurve erzeugen als Schmelzwasser aus dem Haslital. In Thun verlässt die Aare den See durch zwei Arme. Die begrenzte Abflusskapazität bedeutete historisch, dass grosse Zuflüsse den Pegel trotz geöffneter Schleusen stark anheben konnten.
Jahresgang und Steuerung
Schneeschmelze und Sommerniederschläge bringen typischerweise mehr Wasser als der Winter. Mühle- und Scherzligschleuse regulieren den Ausfluss; zusätzliche Hochwasserschutzbauten erhöhen die Abflussmöglichkeiten. Trotzdem bleibt der See kein beliebig nutzbares Rückhaltebecken. Sind Böden gesättigt und mehrere Zuflüsse gleichzeitig hoch, ist die Entwicklung über Stunden und Tage wichtiger als ein einzelner Schwellenwert.
Messwerte richtig lesen
Die Seekote beschreibt die Höhe der Oberfläche. Abflüsse von Aare, Kander oder Simme zeigen dagegen, wie viel Wasser an einer Station vorbeifliesst. Für eine verständliche Lage liest man beides in Reihenfolge: Was kommt aus den Tälern, wie reagiert der Pegel und wie viel kann bei Thun abfliessen? Unterschiedliche Zeitstempel können dabei eine scheinbare Unstimmigkeit erklären.
Temperatur und Tiefe
Der tiefe Alpensee reagiert an der Oberfläche schnell auf sonnige Perioden, speichert im Tiefenwasser aber lange Kälte. Die Aare aus dem Brienzersee und die Kander können lokal kühlere Wassermassen einbringen. Wind entscheidet mit, wo sich diese Unterschiede zeigen. Für Badende ist eine oberflächennahe Messung relevant; für das ganze Ökosystem braucht es Tiefenprofile.
Vor Ort
Für den Ausflug: Informationen der örtlichen Betreiber und Tourismusstellen. Fahrpläne, Zugang und Badebedingungen vor dem Besuch prüfen. Wassertemperatur allein ist keine Aussage zur Badewasserqualität.
Strandbad Thun · Strämu
See- und Freibad am Strandbadweg in Thun. Die lokale Tourismusstelle beschreibt Seebereich, Becken und Anreise; die Beckentemperatur ist vom Seewasser zu unterscheiden.
Informationen und AnreiseIn Thun und Interlaken West liegen Bahnhof und Schiffstation nahe beieinander. Für die Station Spiez zusätzlich den Weg vom Bahnhof zum See einplanen. Die BLS zeigt die aktuellen Anschlüsse.
Gewässerzustand und hygienische Badewasserqualität sind unterschiedliche Untersuchungen. Beachte bei der Fachstelle Zuständigkeitsbereich, Datum und Badeplatz; ältere Proben bestätigen keine heutigen Badebedingungen.
Besucherinformationen und Links geprüft:
Galerie
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Geprüfte Fachquellen
Die Quellen belegen die hydrologische Einordnung. Aktuelle Messwerte und ihr Zeitstempel stehen auf der Live-Seite.

