Seepegel
Seelexikon

Seelexikon · Gewässerporträt

Zürichsee

Der grosse Wasserspeicher am Ende des Linthsystems – geprägt von Alpenzufluss, Stadt und Regulierung.

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Der See in Kürze

Landschaft
Linthgebiet und Raum Zürich
Wichtige Zuflüsse
Linth über Obersee
Abfluss
Limmat in Zürich
Regulierung
Platzspitzwehr
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Der See im Raum

Der Zürichsee zieht sich vom Obersee durch einen schmalen Übergang bis in die Stadt Zürich. Für die Hydrologie ist das zusammenhängende System wichtiger als die politische Geografie: Wasser aus dem Glarnerland durchläuft Walensee und Linthkanal, erreicht den Obersee und schliesslich das Hauptbecken. Dadurch trägt der See Signale aus einem grossen, teils alpinen Einzugsgebiet.

02

Der Weg des Wassers

Die Linth ist der wichtigste Zufluss, die Limmat der Abfluss. Dazwischen speichert der See Wasser und glättet schnelle Veränderungen. Regen im Stadtgebiet erklärt den Pegel deshalb nur teilweise; oft sind die Entwicklung im alpinen Einzugsgebiet und der bereits gefüllte Speicher entscheidender. Die Sihl mündet erst nach dem Seeausfluss in die Limmat und gehört nicht zur Wasserbilanz des Zürichsees.

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Jahresgang und Steuerung

Am Platzspitzwehr wird der Seeausfluss geregelt. Typischerweise wird im Winter Raum für die erwartete Schneeschmelze geschaffen und der Abfluss saisonal angepasst. Das Reglement soll verschiedene Interessen ausgleichen, kann fehlenden Niederschlag aber nicht ersetzen und extreme Zuflüsse nicht vollständig auffangen. Deshalb bleibt auch bei einem regulierten See der Vergleich mit dem saisonalen Median wertvoll.

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Messwerte richtig lesen

Eine Höhenangabe in m ü. M. ist kein Tiefenwert und sagt nicht, wie viel Wasser unter einem Boot liegt. Der 24-Stunden-Trend beschreibt nur die jüngste Bewegung; für «normal» braucht es den Vergleich mit demselben Kalendertag vieler Jahre. Station, Zeitstempel und Datenstatus gehören deshalb genauso zur Aussage wie die grosse Zahl oben auf der Seite.

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Temperatur und Tiefe

Das langgestreckte Becken erwärmt sich nicht überall gleich. Flachere Uferzonen, Obersee und Stadtbecken können sich von der offenen Seemitte unterscheiden. Wind kann die warme Deckschicht verschieben oder mit kühlerem Wasser mischen. Ein einzelner Oberflächenwert ist deshalb eine gute Momentaufnahme am Messort, aber keine Garantie für jede Badestelle.

Geprüfte Fachquellen

Die Quellen belegen die hydrologische Einordnung. Aktuelle Messwerte und ihr Zeitstempel stehen auf der Live-Seite.

Weiter im SeelexikonThunerseeEin Alpensee mit aussergewöhnlich grossem Einzugsgebiet und einer langen Geschichte des Hochwasserschutzes.