Laufende Lage · Zürichsee
Niedrigwasser am Zürichsee im September 2026
Aktueller Pegel, Verlauf und historischer Vergleich: Was die Messreihe derzeit zeigt – und was sich daraus nicht ableiten lässt.
Redaktionell geprüft: 24. September 2026
Messwert: 25.09.2026, 00:20
Station Zürich · Bundesamt für Umwelt (BAFU)
Aktueller Pegel
405.32 m ü. M.
Veränderung in 7 Tagen
-12 cm
Saisonale Einordnung
sehr tief
01 · Einordnung
Was die Daten derzeit zeigen
Der Pegel an der Referenzstation Zürich steht aktuell bei 405.32 m ü. M.. Gegenüber dem nächstgelegenen Messwert vor 24 Stunden sind das -2 cm. Über sieben Tage beträgt die Nettoveränderung -12 cm.
Für denselben Kalendertag liegt der Wert 68 cm unter dem Median der BAFU-Referenzperiode 1991-2020. Die Einordnung lautet damit „sehr tief“. Das ist aussagekräftiger als die Tagesbewegung allein: Ein See kann sich binnen 24 Stunden kaum verändern und zugleich saisonal deutlich vom üblichen Bereich abweichen.
Der Verlauf der vergangenen 30 Tage endet netto bei -22 cm gegenüber dem ersten verfügbaren Stundenmittel in diesem Fenster. Zwischenzeitliche Ausschläge bleiben im Diagramm sichtbar; die Nettozahl ersetzt den Verlauf nicht.
02 · Verlauf
Die letzten 30 Tage
Die Linie basiert auf stündlichen Mittelwerten unserer fortlaufend gespeicherten Messreihe. Mit den Zeitraumtasten lässt sich derselbe Stationsverlauf weiter zurückverfolgen.
Änderung im sichtbaren Verlauf
-22 cm
25.08. – 24.09.
Mit Finger oder Maus Messwerte erkunden. Pfeiltasten im Diagramm funktionieren ebenfalls.
Eigene Seepegel-Auswertung aus 721 Stundenmitteln. Quelle der Messwerte: Bundesamt für Umwelt (BAFU). Ein Stundenmittel glättet einzelne Messspitzen, verändert aber nicht die Höhenreferenz.
03 · Historischer Vergleich
Wo 2026 im Jahresverlauf liegt
Der Jahresvergleich zeigt die aktuelle Reihe, das Vorjahr, den Median sowie die von BAFU bereitgestellten Referenzbänder. So bleibt sichtbar, ob die Lage nur für einen einzelnen Tag oder über längere Zeit auffällig ist.
- Aktuelles Jahr 2026
- Vorjahr 2025
- Median
- 25.-75. Perzentil
- Höchst-/Tiefstwert
So liest du den Chart: Die dicke Linie ist das laufende Jahr, die dünne der Median der Referenzperiode 1991-2020. Das getönte Band zeigt den Normalbereich (25.–75. Perzentil), die gepunkteten Linien Höchst- und Tiefstwert. Werte über dem Band sind für die Jahreszeit ungewöhnlich hoch, darunter ungewöhnlich tief – aber keine amtliche Warnung.
04 · Amtliche Lage
Vom Messwert zum Alltag am See
Die Stadt Zürich veröffentlichte am 4. September eine Lagebeurteilung von AWEL. Darin wurde für den 20. August ein damaliger Tiefststand von 405,44 m ü. M. genannt. Nach rund zehn Zentimetern Anstieg habe der See zeitweise um 405,55 m ü. M. verharrt; für den trockenen September wurde ein erneutes Absinken erwartet, dessen Ausmass nicht vorhersehbar sei.
Seit dieser Einschätzung hat sich die Messreihe weiterentwickelt: Der aktuelle Seepegel liegt 12 cm unter den dort für den 20. August genannten 405,44 m ü. M. Für Boots- und Anlagenbesitzende empfiehlt die Stadt weiterhin, die Pegelstände aufmerksam zu verfolgen und nötige Vorkehrungen frühzeitig zu treffen.
05 · Grenzen der Aussage
Was sich aus der Kurve nicht ablesen lässt
Ein Pegelverlauf belegt die gemessene Wasserhöhe an einer Station. Er erklärt für sich allein weder die Ursache einer Veränderung noch ihre Folgen an jedem Uferabschnitt. Niederschlag, Zuflüsse, Abflussregulierung, Verdunstung und lokale Bedingungen müssen dafür gemeinsam betrachtet werden.
Auch „Tiefststand“ braucht einen Bezugsrahmen: Tageswert, Monatsminimum, regulierte Messperiode oder gesamte historische Reihe können zu unterschiedlichen Aussagen führen. Wir bezeichnen die Lage deshalb als ungewöhnlich tief und zeigen den verwendeten saisonalen Vergleich direkt daneben.
Quellen & Methode
Nachvollziehbar bis zur Station
Der redaktionelle Teil wurde am 24. September 2026 geprüft. Aktueller Wert, 24-Stunden- und 7-Tage-Vergleich, 30-Tage-Verlauf und saisonale Position werden bei jedem Aufruf aus derselben Station neu berechnet.

